NEU! Die alliierten Sturmtruppen am Atlantikwall stießen vielerorts auf "ostvölkische" Festungsgrenadiere: Russen, Weißrussen, Kosaken und Ukrainer sowie Angehörige verschiedener nichtslawischer Völkerschaften der Sowjetunion. Eben noch hatten diese, zu zahllosen Freiwilligen- und Legionärseinheiten formiert, im Rückwärtigen Heeresgebiet der Ostfront Partisanen bekämpft. Ein wenig bekanntes Kapitel des II. WK wird in dieser Studie dem Leser nähergebracht. Die Seiten 247-323 umfassen das Kriegstagebuch der 1.Batterie / Ost-Artillerie-Abteilung 621, in dem über den täglichen Einsatz dieser Truppe entlang des Flusses Desna vom 1. Januar bis 19. September 1943 berichtet wird. Diese Einheit kam später auch am Atlantikwall zur Verwendung.
 
Disziplin und Kampfgeist der Ost- und Legionärs-Einheiten waren allerdings recht unterschiedlich. Während etwa das selbständige Ost-Bataillon 635 bei Carentan, im Landungsabschnitt Utah, einen Durchbruch der Amerikaner stoppte und der russische Führer der 1. Kompanie zur Verleihung des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen wurde, war eine Kompanie des vom Erstschlag betroffenen IV. Bataillons (Ost) / Grenadier-Regiment 726 "völlig überrascht in den Bunkern geblieben". Ungleich alarmierender war jedoch die Nachricht über die Ermordung eines deutschen Hauptmanns, Leutnants und Feldwebels im georgischen Infanterie-Bataillon 797 bzw. I. Btl / Festungs-Grenadier-Regiment 739. Wobei es sich bei den Opfern wohl um "deutsche Kommissare" handelte, wie die durch bolschewistische Aufpasser einst kujonierten Freiwilligen verhasste Kader titulierten. Das an der Ostküste der Halbinsel Cotentin verbunkerte Bataillon wurde umgehend aufgelöst. Bekannt ist auch das Georgische Infanterie-Bataillon 799, ein instabiles Marschbataillon, von dem ein Teil die Waffen streckte und überlief.
 
Die der Feld-Division 17 zugewiesene etwa vierzig Kilometer breite Abwehrfront verlief genau entlang der Route Verneuil-sur-Avre - Nonancourt und endete in nordöstlicher Richtung ausholend in Ezy-sur-Eure. Der nicht krisensicheren Division zugeteilt war eine Kampfgruppe der Waffen-SS. An der rechten Flanke befand sich die später restlos zerschlagene bodenständige 344. Infanterie-Division im Aufmarsch: in deren Reihen auch die in die Festungs-Grenadier-Regimenter 854 und 855 eingegliederten Kosaken-Bataillone 624 und 625. Linker Hand versprach die bei Rouen in die Seine mündende Eure etwas Rückhalt. Der Divisions-Gefechtsstand befand sich im etwa zwanzig Kilometer entfernten Forêt d'Evreux. Als die Ost-Artillerie-Abteilung 621 Stellung bezog, hingen die unterwegs "behelfsmäßig beweglich gemachten" Infanteriekolonnen noch weit zurück. Doch hatte Hauptmann Keiling bei deren Eintreffen das Vorgelände bereits erkundet, sodass am 17. August mit der Unterstützung von Panzerjägern ein feindlicher Vorstoß auf Tizon gerade noch gestoppt werden konnte.
 
  • 381 Seiten
  • zahlreiche sw-Abb, 1 Tafel in FARBE mit Uniformillustrationen sowie versch. Abdrucke von Dokumenten
  • Format ca. 19 x 26 cm
  • deutscher Text
  • Hardcover gebunden.

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